Hallo Welt!

Hallo, ich bin Steffi, und das ist meine Geschichte.

Vor ein paar Jahren dachte ich, meinen Traummann gefunden zu haben. Alles begann mit rosaroter Brille, romantischem Feuerwerk, Zusammenziehen nach ein paar Wochen und Hochzeit – bis das Blatt sich allmählich wendete: Existenzängste, Depressionen, körperliche Probleme, Schulden, Isolation von den Personen und Beschäftigungen, die mir wichtig waren, und eine irrsinnige Angst vor den Psychoattacken meines Mannes waren für mich Alltag geworden.

Ich war lange wie unter Schockstarre und konnte einfach nicht glauben, was da vor sich ging. In der Phase darauf wartete ich und hoffte darauf, dass irgendein Wunder mich aus der Situation retten würde. Einige Monate später habe ich mich einmal im Streit getrennt – aber das hielt nicht lange, und alles wurde danach komplizierter, subtiler und verfahrener als vor der ersten Trennung. Bis ich es dann irgendwann final geschafft habe, mich zu trennen – und dann ging der Terror erst richtig los.
Vollkommen abgeschlossen ist das alles noch nicht, aber meine Baustellen werden kleiner.

Irgendwann während der schlimmen Zeit habe ich angefangen, ein Tagebuch zu schreiben, online mehr über unsere Problematik zu lesen und mich mit anderen Frauen auszutauschen, die auch psychische Gewalt in ihrer Beziehung erlebt haben. Das hat mir geholfen.
Denn manche Ereignisse waren so intensiv und furchtbar, dass ich mit keinem, den ich kannte, darüber sprechen konnte oder wollte.
Die ganz schlimmen Dinge habe ich teilweise auch verdrängt und große Teile davon vergessen: manche Erinnerungen kommen urplötzlich im Alltag zurück und andere, wenn ich einen Blick in mein Tagebuch werfe und immer wieder staune, dass es soweit kommen konnte.

Ich schreibe hier einfach über die Dinge, die mich in diesem Zusammenhang bewegen – und wenn das euch hilft, weil ihr Ähnliches erlebt habt, ist das gut so.


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