Ich habe mich vor der endgültigen Trennung schon einmal getrennt, uns es gab so viele Situationen, in denen ich nahe dran war, es Hals über Kopf einfach wieder zu tun, aber ich zögerte immer. Nach der ersten Trennung konnte er mich schnell zurück gewinnen, denn er brachte mich dazu, mich und meine Entscheidung in Frage zu stellen, er verunsicherte mich und schaffte es, an mein Gewissen und meine Gutgläubigkeit zu appellieren: er weckte die Stimme in mir, die in solchen Situationen sagt, dass jeder eine zweite Chance verdient hat, dass jeder sich ändern kann, dass ich ja selbst das Scheitern unserer Beziehung nicht will und daran arbeiten will…

Ja, das klingt verrückt, denn ich hatte nichts falsch gemacht, woran ich hätte arbeiten müssen, und mittlerweile sind die Stimme in mir und ich so weit, dass wir beide der Meinung sind, dass 1. niemand eine zweite Chance von mir bekommen muss, wenn ich mich damit nicht wohlfühle, dass sich 2. nicht jeder Mensch ändert, und dass die Trennung 3. nichts mit persönlichem Scheitern zu tun hat, sondern die einzig richtige Lösung war.

Was mir damals geholfen hat, mich irgendwann endgültig von meinem Ex zu lösen und das alles konsequent durchzuziehen, war die folgende Überlegung: jemand, der es gut mit dir meint, wird sich immer von seiner besten Seite zeigen, aber jemand, der es nicht gut mit dir meint, wird genau dasselbe tun — und zwar so lange, bis er dein volles Vertrauen hat, um sich dann mit voller Wucht um 180 Grad zu drehen und dich wieder zu verletzen.

Veröffentlicht von Stefanie

Hallo, ich bin Steffi, und das ist meine Geschichte: Vor ein paar Jahren dachte ich, meinen Traummann gefunden zu haben. Alles begann mit rosaroter Brille und einem absoluten Gefühlsfeuerwerk – bis das Blatt sich allmählich wendete. Angst und psychische Gewalt wurden Teil meines Alltags, und ich schreibe hier über die Dinge, die mich in dem Zusammenhang bewegen. Die Namen, Daten, Personen, Orte und Begebenheiten, die auf dieser Webseite erwähnt werden, sind zwar ganz oder teilweise abgeändert worden, um die Anonymität und den Schutz aller Beteiligten zu wahren. Dennoch beruht alles, was du hier liest, auf wahren Begebenheiten.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.